6 Mythen über Retinol entkräftet

Was nützen Ihnen diese Informationen, wenn Sie sich eine glattere und jünger aussehende Haut wünschen? Jetzt ist Schluss mit dem Durcheinander: Wir entkräften diesen Mythos und so wie immer beziehen wir uns auf wissenschaftliche Untersuchungen, um Ihnen die Fakten zu präsentieren.

6 Mythen über Retinol entkräftet

Mythos 1: Sie dürfen Retinol nicht mit einem Peeling mit AHA oder BHA kombinieren

Stimmt nicht. Keine einzige Untersuchung (noch einmal: keine einzige) hat gezeigt, dass Peelings mit AHA oder BHA die Wirkung von Retinol Produkten aufheben oder vermindern, wenn Sie es gleichzeitig benutzen.

Jedes Mal wenn wir den Hinweis lesen, dass man Retinol nicht in Kombination mit einem Peeling (AHA oder BHA) benutzen soll, scheint es sich dabei um Werbung zu handeln, die nicht durch Untersuchungen gestützt wird, die tatsächlich zeigen, dass sich diese Stoffe nicht zusammen verwenden lassen.

Es ist einfach eines der Mythen, die Menschen (und selbst Dermatologen) so oft zu hören bekommen, dass sie es ohne weiteres glauben.

Die Behauptung, dass man Retinol nicht zusammen mit einem Peeling mit AHA oder BHA benutzen soll, scheint durch ein Missverständnis darüber, wie verschiedene Inhaltsstoffe der Hautpflege miteinander reagieren und wie jedes einzelne Produkt auf die Hautstruktur reagiert, zu kommen.

Lassen Sie uns darauf in dem nächsten Mythos ein bisschen näher eingehen und herausfinden, wie falsch diese Annahme ist…

Mythos 2: Der pH-Wert von Peelings mit AHA oder BHA reduziert den Effekt von Retinol.

Die Uneinigkeit über den Gebrauch von Retinol in Kombination mit einem Peeling mit AHA oder BHA hat mit der Befürchtung zu tun, dass der Säuregrad vom Peeling den pH-Wert der Haut senkt (das ist das, was behauptet wird) und somit das Retinol dabei hindert, seine glättende und hautverjüngende Kraft zu entfalten.

Die Argumentation hinter dieser Behauptung: Wenn der pH-Wert der Haut zwischen 5,5 und 6 liegt, wäre ein bestimmtes Enzym der Haut nicht mehr im Stande, das Retinol in Retinolsäure (eine Form von Vitamin A) umzuwandeln - die aktive Form von Retinol. Dies wiederum basiert auf der Annahme, dass die Säuren Inhaltsstoffe eines Exfoliants den pH-Wert der Haut sinken lassen. Das passiert jedoch nicht.

Wie es bei vielen Gerüchten über Hautpflege der Fall ist, gründet diese Behauptung in einem Missverständnis von Untersuchungen.

Es gibt nur eine Studie (aus 1990!), in der die Frage des pH-Werts und der Hautenzyme behandelt wird, so, wie es eben beschrieben worden ist. Diese Untersuchung betraf ein Gemisch von tierischen und menschlichen Proteinen und die Frage über eine Beziehung zu dem pH-Wert entstand erst, als ein Nebenprodukt einer Fettsäure dem Gemisch zugefügt wurde (mit anderen Worten: es geht nicht um normale menschliche Proteine und nicht um eine normale, unangetastete Haut).

Um noch weiter zu verdeutlichen wie irreführend die Annahme ist, dass Retinol nicht zusammen mit AHA oder BHA verwendet werden soll, wird in der Untersuchung explizit geschrieben, dass „kein deutlich optimaler pH-Wert angezeigt wurde, als der Test ohne das Nebenprodukt der Fettsäure durchgeführt wurde".

Schlussendlich wird diese Studie nur dazu genutzt, um einen Vergleich zu machen, wie tierische und menschliche Haut die Form von Vitamin A, das von Natur aus in der Haut ist, metabolisiert, und nicht, um zu zeigen was die Wirkung oder der Mehrwert von lokal angebrachtem Vitamin A auf der Haut ist. Die Ergebnisse waren nicht dafür bestimmt, um zu einem Ergebnis in Bezug auf Hautpflege zu kommen.

Extra hinzugefügtes Vitamin A ersetzt nicht die Entwicklung oder die Funktion der Retinolsäure im Körper. Das wäre genauso, als würde man annehmen, dass man Vitamin C in die Augen geben kann, um der Degeneration der Augen vorzubeugen und dass man so keine Nahrung mit Vitamin C mehr zu sich nehmen muss.

Gut zu wissen: Retinol entsteht als ein solider Stoff, der in einem Fett aufgelöst werden muss, wodurch es ein wasserfreier Inhaltsstoff ist. Diese wasserfreie Zusammensetzung bedeutet, dass gar keine Sprache ist von einem pH-Wert, auch nicht wenn rundherum Schichten von sauren Stoffen sind, denn es ist unmöglich einen pH-Wert in einem wasserfreien Produkt zu haben.

Es ist interessant zu betonen, dass nach der Studie aus dem Jahr 1990 keine weiteren Untersuchungen gemacht worden sind, die die Einschränkungen durch den pH-Werts bestätigen. Jedoch wurde die Studie (und nur diese Studie) trotz des Fakts, dass keine Folgeuntersuchungen gemacht wurden, noch immer genutzt, um die falsche Annahme zu unterstützen, dass man Retinol nicht zusammen mit AHA oder BHA, oder wie in Mythos 6 zu lesen, Vitamin C, nutzen soll.

Mythos 3: Retinol wirkt besser ohne ein Peeling mit AHA oder BHA.

Vielleicht überrascht es Sie, dass Untersuchungen gezeigt haben, dass Retinol in der Kombination mit einem AHA-Peeling hilft, Hyperpigmentierung der Haut zu mindern und, dass außerdem die wiederherstellenden Ergebnisse verbessert werden, wenn man beide Stoffe gleichzeitig benutzt. Wir fragen uns regelmäßig, woher es kommt, dass Menschen, die gegen die Kombination von Retinol mit AHA oder BHA sind, diese Information übersehen.

Die Überzeugung, dass der pH-Wert der Haut aufgetragene saure Hautpflegeprodukte neutralisiert, ist ein Missverständnis. Ein neutraler pH-Wert ist 7, aber die Haut ist von Natur aus sauer, auch saurer als es in der einen Studie angenommen wird, auf die man sich so oft bezieht. Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass der pH-Wert der Haut zwischen 4,7 und 5 liegt. Bedeutet das, dass Sie den pH-Wert Ihrer Haut erhöhen müssen, um ein Produkt mit Retinol nutzen zu können?

Natürlich nicht. Wir wissen aus Untersuchungen, dass Retinol effektiv ist, wenn Sie es auf Ihre Haut auftragen und dass es auf der Haut wirkt, die einen natürlichen pH-Wert hat.

Myth #4 Retinol peelt die Haut, benutzen Sie deswegen keine AHA oder BHA.

Retinol und Peelings wirken jeweils auf eine andere Weise auf die Hautverbesserung, aber unterstützen sich gegenseitig, wenn sie zusammen in der Hautpflegeroutine genutzt werden. Es ist ein weit verbreitetes Missverständnis, dass Retinol durch das peelen der Haut wirkt. Wir verstehen, dass das ein verwirrendes Thema geworden ist. Dies sind die Fakten:

  • Retinol ist ein Antioxidant und ein wichtiger zellkommunikativer Inhaltsstoff. Wenn Retinol durch die Haut aufgenommen wird, kann es den Hautzellen „mitteilen“ wie sie gesündere, jüngere Zellen herstellen können und wie sie die Produktion von neuen Hautzellen stimulieren können.
  • Retinol wirkt dadurch, dass es den zellulären Wechsel von den tieferen Hautschichten nach oben hin stimuliert und nicht auf die obersten Hautschichten wirkt. Die oberen Hautschichten sind die Stellen, auf die AHA und BHA wirken, um der Haut zu helfen die ungesunden, toten und abgebauten Hautzellen abzustoßen.
  • Retinol, sowohl in frei erhältlichler Form als auch in verschriebenen Formen vom Arzt, kann bei einigen Menschen Hautschüppchen verursachen. Hautschüppchen sind ein Zeichen von Hautirritation und wenn sie bei der Verwendung von Produkten mit AHA oder BHA auftreten, sollten Sie das Produkt seltener oder vielleicht gar nicht mehr nutzen.

Mythos #5 Sie dürfen Retinol nicht tagsüber verwenden

Retinol verursacht nicht die gleiche Lichtempfindlichkeit wie Tretinoine, die stärkere und nur mit Rezept erhältliche Form von Retinol (so wie Renova und Retin-A). Untersuchungen haben gezeigt, dass Retinol und Vitamin C zusammen gut unter einem Produkt mit Sonnenschutzfilter wirken, um die Haut gegen UV-Strahlen zu schützen. Vitamin A, C und E sind auch in der Kombination sicher und effektiv unter einem Produkt mit Sonnenschutzfilter.

Antioxidantien in Kombination mit einem Sonnenfilter sind ein wunderbarer Schutz gegen Falten, einen unebenen Teint, Verlust der Festigkeit der Haut und Pigmentflecken. Geben Sie für die besten Resultate morgens und abends Produkte mit vielen Antioxidantien auf Ihre Haut.

Mythos #6 Sie sollten Retinol nicht in Kombination mit Vitamin C nutzen.

Vitamin C (Ascorbinsäure und Abwandlungen davon) ist auch ein Inhaltsstoff über den oft gesagt wird, dass er nicht mit Retinol kombiniert werden darf. Genauso wie der Mythos über AHA und BHA, basiert auch dieser auf der Frage nach dem pH-Wert und dem Säuregrad.

Die Wahrheit: Vitamic C (abhängig von der Form) hat einen niedrigen pH-Wert nötig (oder gar keinen pH-Wert, so wie im Fall der wasserfreien Form), um stabil zu bleiben. Wir wissen, dass Retinol wirksam ist in einer sauren Umgebung und dass der pH-Wert der Haut von Natur aus sauer ist. Abgeleitet von den Ergebnissen der Untersuchungen ist es also gerade eine gute Wahl Vitamin C zusammen mit Retinol anzuwenden.

Untersuchungen haben gezeigt, dass der Gebrauch einer Kombination von Vitaminen in Kosmetikprodukten der Weg zu den besten Ergebnissen ist, auch die Kombination von Vitamin A, C und E. Untersuchungen entkräften zwei Mythen mit einer Klappe: Retinol ist nicht nur nachgewiesen effektiv wenn es mit Vitamin C kombiniert wird und dieses Paar wirkt auch gut zusammen, wenn es unter einem Produkt mit Sonnenfilter aufgetragen wird, so wird Ihre Haut vor freien Radikalen geschützt. Das wäre nicht der Fall, wenn Retinol die Wirkung von Vitamic C aufheben würde oder andersherum.

Vitamin C hilft Retinol sogar seine Arbeit besser zu machen. Es kämpft gegen freie Radikale, so dass das Retinol vor Oxidation geschützt wird wenn es in die tiefere Haut eindringt – so wird der Anti-Aging Effekt noch erhöht! Man könnte sogar sagen, dass das Nicht-kombinieren von Retinol und Vitamin C (oder einem anderen starken Antoxidant) nachteilig für Ihre Haut ist.

Was bedeutet das

Wir haben in diesem Artikel auf Untersuchungen basierte Fakten präsentiert, aber schlussendlich liegt es an Ihnen auszuwählen, was das Beste für Ihre Haut ist. Durch pseudowissenschaftliche oder hartnäckige Mythen, die für wahr angesehen werden wird Ihnen bei Ihrer Entscheidung jedenfalls nicht geholfen.

Es existiert keine einzige Studie, die die fälschliche Annahme unterstützt, dass Retinol nicht wirksam ist, wenn man es mit sauren Stoffen anwendet, aber es gibt eine Menge Untersuchungen, die das Gegenteil zeigen. Chemiker, die Kosmetik herstellen und spezialisiert sind auf Formulierungen mit Retinol, wissen über die wahren Zusammenhänge Bescheid und genau das haben wir in diesem Artikel gründlich nachgefragt.

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