Peelings für Einsteiger:innen

Fakten über Peelings enthüllt, Mythen widerlegt...

Warum du ein Peeling verwenden solltest

Ein regelmäßiges, sanftes Leave-on-Peeling ist für jeden Hauttyp und jedes Hautbedürfnis eine echte Bereicherung. Dieser Schritt ist einer der schnellsten und effektivsten Wege zu einer strahlenden, glatten, ebenmäßigen und gut mit Feuchtigkeit versorgten Haut. Abgestorbene Hautzellen können den Teint matt und fahl erscheinen lassen, die Aufnahme aktiver Wirkstoffe und Feuchtigkeit erschweren und sogar die Entstehung von Unreinheiten begünstigen.

Oft wird angenommen, dass die Haut kein Peeling benötigt, wenn sie sich nicht uneben oder rau anfühlt. Doch selbst wenn die Haut bereits ohne Peeling gesund und strahlend aussieht, kann dieser Schritt dabei helfen, sie noch besser mit Feuchtigkeit zu versorgen und einen gesunden Glow zu unterstützen. Gängige chemische Peelings wie AHA (Alphahydroxysäuren) und BHA (Betahydroxysäuren) fördern die Ablösung abgestorbener Hautzellen und unterstützen so die natürliche Hauterneuerung. Dieser Prozess verlangsamt sich mit zunehmendem Alter sowie durch schädliche Umwelteinflüsse. Diese Säuren gelten außerdem als besonders sanfte Form des Peelings. Sie können das Hautbild effektiv pflegen und verbessern – deutlich schonender und gleichmäßiger als mechanische Peelings oder Reinigungsbürsten.

Außerdem geht es bei einem Peeling nicht nur darum, abgestorbene Hautschüppchen zu entfernen. AHAs und BHAs reduzieren auch die sichtbaren Zeichen von Sonnenschäden sowie das Erscheinungsbild von feinen Linien, Falten und Unreinheiten.

Obwohl mechanische Peelings gerne verwendet werden, sind die meisten zu aggressiv und grob. Dadurch können winzige Risse entstehen, welche die Haut empfindlicher machen und mit der Zeit sogar schädigen, auch wenn die Schäden nicht sofort sichtbar sind. Mechanische Peelings können leider nicht die gleichen Ergebnisse erzielen wie ein chemisches AHA- oder BHA-Peeling.

Für diejenigen, die sich noch nicht so gut mit Hautpflege auskennen, kann das WIE und WARUM eines Leave-on Peelings etwas kompliziert sein. Wir beantworten die häufigsten Fragen mit Hilfe von Forschungsergebnissen, damit du die Fakten kennst.

Scrub-Peelings sind also schlecht für deine Haut?

Mythos: Solange keine sichtbaren Reizungen entstehen, schaden mechanische Peelings der Haut nicht – insbesondere dann nicht, wenn sie natürliche abrasive Partikel enthalten.

Fakt: Abrasive Partikel können die Hautbarriere beeinträchtigen, auch wenn die Haut nicht sofort mit sichtbaren Irritationen reagiert. Viele mechanische Peelings verursachen mikroskopisch kleine Verletzungen an der Hautoberfläche, die langfristig zu Empfindlichkeiten und vorzeitiger Hautalterung beitragen können.

Ein sanft formuliertes, nicht abrasives Peeling mit feinen, gleichmäßig geformten Partikeln kann durchaus als ergänzender Reinigungsschritt geeignet sein. Fühlt sich ein mechanisches Peeling jedoch bereits auf dem Handrücken kratzig oder unangenehm an, sollte es besser nicht im Gesicht verwendet werden.<

Das richtige, nicht abrasive Peeling mit sanften, kugelförmigen Körnchen kann ein toller zusätzlicher Reinigungsschritt sein. Wenn sich ein Scrub-Peeling jedoch auch nur ein klein wenig kratzig auf dem Handrücken anfühlt, solltest du es nicht verwenden.

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Wie unterscheidet sich AHA von BHA & was ist besser?

Mythos: AHA und BHA sind nahezu identisch.

Fakt: AHA- und BHA-Peelings haben sowohl gemeinsame als auch unterschiedliche Vorteile. Beide chemischen Peelings unterstützen ein glatteres Hautbild, können feine Linien und Fältchen sichtbar mildern, den Hautton ausgleichen und die Haut mit Feuchtigkeit versorgen.

AHAs (Alphahydroxysäuren) wirken vor allem an der Hautoberfläche und sind besonders dafür bekannt, die Haut intensiv mit Feuchtigkeit zu versorgen. Zudem ist ihre positive Wirkung auf sichtbare Zeichen lichtbedingter Hautalterung wissenschaftlich gut belegt.

BHAs (Betahydroxysäuren) besitzen ebenfalls peelende Eigenschaften, ihr besonderer Vorteil liegt jedoch darin, dass sie fettlöslich sind und dadurch auch innerhalb der Poren wirken können. Deshalb eignen sie sich besonders bei Unreinheiten, verstopften oder vergrößerten Poren, Unebenheiten und zu Rötungen neigender Haut.

Kannst du AHA- & BHA-Peelings gleichzeitig verwenden?

Mythos: Für optimale Ergebnisse sollte man sowohl ein AHA als auch ein BHA in der Pflegeroutine verwenden.

Fakt: Die Kombination beider chemischen Peelings ist möglich, aber nicht unbedingt notwendig um dein Hautziel zu erreichen. AHA hilft dabei, dass BHA besser in die Poren eindringen und wirken kann. Wenn du beide Peelings kombinieren möchtest, versuche, sie an unterschiedlichen Tagen zu verwenden. Beginne langsam mit 2-3 Anwendungen pro Woche und steigere dich allmählich. Denke daran, tagsüber eine Feuchtigkeitscreme mit SPF 30+ aufzutragen, wenn du chemische Peelings oder andere aktive Wirkstoffe verwendest.

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Was ist die höchste Konzentration von AHA oder BHA, die du anwenden kannst?

Mythos: Eine höhere Konzentration ist immer besser.

Fakt: Die BHAs von Paula's Choice sind in verschiedenen Stärken erhältlich, um allen Hauttypen, -problemen und -bedürfnissen gerecht zu werden.

1% BHA eignet sich besonders für empfindliche oder zu Rötungen neigende Haut.
2 % BHA ist hingegen ideal bei zu Unreinheiten neigender oder großporiger Haut. Hier bieten wir verschiedene Texturen an, um unterschiedlichen Hautbedürfnissen gerecht zu werden – das SKIN PERFECTING 2% BHA Liquid Peeling ist dabei unser Original.

Auch unsere AHAs sind in unterschiedlichen Konzentrationen erhältlich. Eine flüssige Formulierung mit 6% Mandelsäure und 2 % Milchsäure eignet sich besonders für empfindliche Haut oder für alle, die AHAs zum ersten Mal verwenden. Das Peeling mit 8% AHA glättet die Haut und wirkt sichtbar Zeichen der Hautalterung entgegen. 10 % AHA unterstützt eine intensivere Glättung der Haut und kann helfen, vorzeitiger Hautalterung vorzubeugen.

Kurz gesagt: Es gibt keine Konzentration, die für alle am besten ist. Denn jede Konzentration hat ihre Vorteile. Viele verwenden täglich eine niedrigere Konzentration und ein paar Mal die Woche eine höhere Konzentration, um die Wirkung zu verstärken. Achte wie immer darauf, wie deine Haut darauf reagiert, und passe die Anwendung entsprechend an.

Wie fühlt sich deine Haut nach einem Peeling an?

Mythos: Dein Peeling ist erst dann effektiv, wenn sich deine Haut schält oder sie schuppt.

Fakt: Idealerweise solltest du weder starke Reaktionen sehen noch spüren. Rötungen, Schuppungen oder Spannungsgefühle können ein Hinweis darauf sein, dass das Peeling zu häufig angewendet wird oder die Konzentration für deine Haut zu hoch ist. Richtig ausgewählt und angewendet lösen AHA- und BHA-Peelings die Verbindungen abgestorbener Hautzellen sanft und nahezu unbemerkt. Dadurch wird die Hautoberfläche glatter, ebenmäßiger und strahlender. BHA ist zudem fettlöslich und kann daher auch innerhalb der Poren wirken, um Verstopfungen zu klären und Unreinheiten gezielt entgegenzuwirken.

Nicht vergessen: AHAs und BHAs sind sanft zur Haut, wenn sie gut formuliert sind. Da die Hautoberfläche einen natürlich sauren pH-Wert hat, sind Säure-Peelings sehr gut verträglich. Bei der Verwendung eines gut formulierten AHA- oder BHA-Peelings brauchst du keine Angst vor Schüppchenbildung haben. Insbesondere BHA hat beruhigende Eigenschaften und hilft, Rötungen zu minimieren.

Wenn du in der Vergangenheit Probleme mit AHA- oder BHA-Peelings hattest, kann es sein, dass sie Duftstoffe oder hautreizende Inhaltsstoffe wie denaturierten Alkohol enthalten haben – wohingegen jedes Produkt von Paula's Choice auf Reizwirkung und Verträglichkeit getestet wird. Möglicherweise hast du eine zu hohe Konzentration an AHA oder BHA verwendet oder deine Haut reagiert besser auf eine andere Form, z. B. ein Gel statt einer Flüssigkeit. Aus diesem Grund findest du bei uns Peelings in verschiedenen Stärken und Texturen.

Wie erweiterst du deine Hautpflegeroutine mit einem chemischen Peeling?

Mythos: Vor dem Gesichtswasser sollte ein Peeling benutzt werden, sonst ist es wirkungslos.

Fakt: Reinigung, Gesichtswasser und anschließend ein beliebiges AHA- oder BHA-Peeling, unabhängig von der Textur. Verwende dann alle weiteren Treatments deiner Hautpflegeroutine, da diese am besten auf gepeelter Haut wirken. Verwende als letzten Schritt deiner Morgenroutine immer eine Tagescreme mit LSF 30+. Nutze abends als letzten Schritt eine Feuchtigkeitspflege für das Gesicht.

Kannst du ein Peeling für deine Augenpartie verwenden?

Mythos: Du solltest ein Peeling rund um deine Augen auftragen.

Fakt: Natürlich soll kein AHA- oder BHA-Wirkstoff in die Augen gelangen, dennoch sind all unsere Formeln für die Anwendung bis hin zum Augenhöhlenknochen geeignet. Trage eine dünne Schicht auf und verblende sie vom Auge weg, da die Produkte dazu neigen, etwas zu verlaufen, sobald sie durch die Körpertemperatur erwärmt werden.

Können Peelings mit anderen wirksamen Inhaltsstoffen kombiniert werden?

Mythos: Nach einem Peeling sollte man kein Retinol oder Vitamin C verwenden.

Fakt: Chemische Peelings können grundsätzlich mit anderen aktiven Wirkstoffen wie Retinol oder Vitamin C kombiniert werden. Unsere Produkte sind so formuliert, dass sie sich problemlos in einer gemeinsamen Routine verwenden lassen. Entgegen häufiger Annahmen wirkt Retinol nicht peelend. Bei manchen Menschen kann es zu leichter Schuppung kommen, dies wird auch ""Skin Purging"" genannt und ist ein Hinweis auf die beschleunigte Zellerneuerung. Wichtig ist, dass AHA- und BHA-Peelings richtig ausgewählt und angewendet werden. Idealerweise solltest du keine starken Reaktionen wie Brennen, Rötungen oder Spannungsgefühle wahrnehmen, sondern vor allem ein glatteres, ebenmäßigeres und strahlenderes Hautbild.

Jetzt, wo du die wichtigsten Fakten kennst: Worauf wartest du noch? Finde das passende Peeling für deine Haut.

Quellen:

Dermatology Research and Practice, Februar 2015, S. 1-5
Dermatology and Therapy, März 2015, S. 1-18
International Journal of Research in Engineering, Science and Management, Oktober 2020, S. 1-2
Clinics in Dermatology, Mai-Juni 2012, S. 335-344
Archives of Dermatologic Research, Juli 1997, S. 404-409
Clinical, Cosmetic, and Investigational Dermatology, November 2010, S. 135-142
Journal of the German Society of Dermatology, Juli 2012, S. 488-491
Dermatology Research and Practice, Februar 2015, ePublication

 

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