SO FUNKTIONIERT DER LICHTSCHUTZFAKTOR (LSF)

Deine Haut mit einer Tagescreme, einem Primer oder einer Foundation mit mindestens LSF 30 zu schützen (für einen noch besseren Schutz kannst du auch mehrere Produkte übereinander auftragen) ist ein entscheidender Schritt für eine wunderbar strahlende, jünger aussehende und gesunde Haut. Aber wie genau erreicht ein Sonnenschutz all das? Gute Frage!

Die Wissenschaft hinter der Funktionsweise von Sonnenschutz und Lichtschutzfaktor (LSF) ist faszinierend, aber kompliziert. Lass uns genauer ansehen, warum Sonnenschutzmittel wahre Wunder bewirken.

UVA- und UVB-Strahlen

Die Sonne sendet unsichtbare Strahlung aus, die die Haut schädigt – auch an bewölkten oder regnerischen Tagen. Die Strahlen, die auf die Haut einwirken, sind als ultraviolett A (UVA) und ultraviolett B (UVB) bekannt.

UVB-Strahlen wirken auf die Hautoberfläche ein und verursachen Sonnenbrand, den du sehen und fühlen kannst. Aber sie verursachen auch Schäden und Anomalien in der Haut, die man nicht mit bloßem Auge erkennen kann. UVA-Strahlen hingegen, die du nie spürst, dringen tief in die Haut ein und zerstören alles, was sich ihnen in den Weg stellt – einschließlich jener Substanzen, die die Haut braucht, um jung und gesund zu bleiben. Sowohl UVA- als auch UVB-Strahlen spielen eine Rolle bei der Entstehung von Hautkrebs.

Wichtig zu wissen: UVB-Strahlen sind etwa zwischen 10:00 und 16:00 Uhr am intensivsten, während UVA-Strahlen den ganzen Tag über mit einer ziemlich konstanten Intensität wirken. Wann immer du Tageslicht sehen kannst, sind UVA-Strahlen vorhanden und schädigen ungeschützte Haut.

Der Lichtschutzfaktor

Der Lichtschutzfaktor (LSF) gibt an, wie viel Schutz ein Produkt gegen UVB-Strahlen bietet, wenn es (großzügig) auf die Haut aufgetragen wird. Ein Produkt mit einem höheren Lichtschutzfaktor schützt die Haut zwar vor mehr Sonnenstrahlung, aber der Schutz nimmt nicht exponentiell zu. Zum Beispiel schützt ein Produkt mit LSF 30 die Haut vor fast 97 % der UVB-Strahlung, während ein Produkt mit LSF 50 vor 98 % der Strahlung schützt.

Anhand des LSF-Bewertungssystems kannst du erkennen, wie lange du dich direkt in der Sonne aufhalten kannst, bevor deine Haut zu verbrennen beginnt (denk daran, dass die UVB-Strahlen diejenigen sind, die Sonnenbrand verursachen).

Hier wird es etwas komplizierter und mathematischer. Aber bleib dran, denn es ist auch SEHR wichtig. Für die Berechnung musst du wissen, wie viele Minuten es ungefähr dauert, bis deine Haut sich ohne Sonnenschutz zu röten beginnt. Die Anzahl der Minuten multiplizierst du mit dem Lichtschutzfaktor eines Sonnenschutzmittels: So lange hält sein Schutz.

Ein Beispiel: Wenn sich deine Haut normalerweise nach 10 Minuten ungeschützter Sonneneinstrahlung zu röten beginnt und du eine Sonnencreme mit LSF 30 verwendest, bietet sie dir fünf Stunden Sonnenschutz (10 Minuten x 30 = 300 Minuten, also 5 Stunden). Wenn sich deine Haut normalerweise erst nach 20 Minuten Sonnenexposition röten würde, würde dir ein LSF 30 10 Stunden Schutz bieten. Dies gilt jedoch nur, wenn du die Sonnencreme großzügig aufträgst. Wenn du mit einem Produkt sehr sparsam bist, erreichst du nicht den angegebenen LSF-Schutzgrad.

Während UVB-Strahlen für unmittelbar sichtbare Schäden verantwortlich sind, wie z. B. die Rötung durch einen Sonnenbrand, verursachen UVA-Strahlen eine Bräunung der Haut: ein Zeichen für die Schädigung aller Hautschichten. Während sowohl UVA- als auch UVB-Strahlen das ganze Jahr über und bei jeder Witterung im Freien vorhanden sind, können UVA-Strahlen auch Glas durchdringen - also unter anderem Fenster. Deshalb ist es so wichtig, Sonnenschutz zu tragen, egal ob du nach draußen gehst oder nicht. Außerdem solltest du Produkte wählen, die als "Breitspektrum" gekennzeichnet sind, da diese die Haut vor beiden Arten von UV-Strahlung schützen.


 

Wie oft muss man Sonnencreme auffrischen?

Der Sonnenschutz wird unter dem Einfluss direkter Sonneneinstrahlung abgebaut. Das bedeutet: Wie oft du ein Produkt mit LSF erneut auftragen musst, hängt von der Zeit ab, die du in der Sonne verbringst. Du bist den Großteil des Tages im Büro? Dann schützt dich der LSF, den du am Morgen aufgetragen hast, auch noch am Abend, wenn du nach Hause gehst.

Wenn du tagsüber mehr Zeit draußen verbringst, solltest du deinen Sonnenschutz regelmäßig auffrischen, damit du zuverlässig geschüzuz bist - mindestens alle 2 Stunden. Wenn du schwimmen gehst oder viel schwitzt, wird der Sonnenschutz schneller abgetragen (auch, wenn er als wasserfest gekennzeichnet ist), weshalb du dich alle 40 bis 80 Minuten eincremen solltest.

Jetzt, wo du weißt, was der Lichtschutzfaktor ist und wie er funktioniert, lies auch die wichtigsten Tipps in unseren Artikeln zum Thema Sonnenschutz.

Quellen:

Clinics in Plastic Surgery, volume 43, 2016, pages 605–610
Journal of the American Academy of Dermatology, December 2013, pages 867.e1–867.e14
Dermatologic Clinics, July 2014, pages 427–438
Indian Journal of Dermatology, September-October 2012, pages 335–342
Journal of the American Academy of Dermatology, May 2008, pages S149–S154

 

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