Geprüft von Dr. Joyce Park, MD, USA

Was ist LSF und wie funktioniert LSF?

Der Schutz deiner Haut mit einer Tagescreme, einem Primer oder einer Foundation mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 30 – oder einer Kombination aus allen dreien für noch besseren Schutz – ist ein wesentlicher täglicher Schritt für eine sichtbar gesunde, jünger aussehende Haut.

Was bedeutet LSF?

Der Lichtschutzfaktor (LSF) gibt an, wie viel UVB-Schutz ein Produkt bietet, wenn es großzügig und gleichmäßig auf die Haut aufgetragen wird. Der Lichtschutzfaktor hat nichts mit dem UVA-Schutz zu tun; der UVA-Schutz wird mit einer anderen Skala, dem PA-System, gemessen. Um sowohl UVA- als auch UVB-Schutz zu erhalten, solltest du Sonnenschutzmittel mit der Bezeichnung "Breitspektrum" wählen.

Aber wie erreicht eine Sonnencreme diesen Schutz? Die wissenschaftliche Funktionsweise von LSF ist faszinierend, kann aber aufgrund zahlreicher Variablen auch verwirrend sein. Doch bevor wir uns damit befassen, musst du noch ein paar Einzelheiten über UVA- und UVB-Strahlen wissen.

UVA vs UVB: Was ist der Unterschied?

Die Sonne gibt unsichtbare ultraviolette Strahlung ab, die die Erdoberfläche erreicht und die (ungeschützte) Haut beschädigt, selbst an bewölkten oder regnerischen Tagen. Diese Strahlen, die auf die Haut einwirken, werden als ultraviolett A (UVA) und ultraviolett B (UVB) bezeichnet.

UVB-Strahlen wirken auf die Hautoberfläche ein und verursachen Sonnenbrand, den man sehen und spüren kann, aber ihre Schädigung führt auch zu einer Störung der Hautzellen. UVA-Strahlen dringen tiefer in die Haut ein und zerstören alles, was sich ihnen in den Weg stellt – einschließlich der lebenswichtigen unterstützenden Substanzen, die die Haut braucht, um jung und gesund auszusehen. Kürzere UVA-Wellenlängen können auch schmerzhafte Sonnenbrände verursachen. Sowohl UVA- als auch UVB-Strahlen spielen eine Rolle bei der Entstehung von Hautkrebs.

Während UVB-Strahlen für fast sofort sichtbare Schäden verantwortlich sind, wie z. B. die Rötung bei Sonnenbrand, verursachen UVA-Strahlen eine Bräunung der Haut: ein Zeichen für die Schädigung aller Hautschichten. Zwar sind sowohl UVA- als auch UVB-Strahlen das ganze Jahr über und bei jeder Witterung im Freien vorhanden, doch können UVA-Strahlen auch durch Glas, einschließlich Auto- und Bürofenster*, dringen. Deshalb ist es so wichtig, Sonnenschutz zu tragen, auch wenn du dich nur wenig im Freien aufhältst, und Produkte mit dem Etikett "Breitspektrum" zu wählen, da diese vor beiden Arten von UV-Strahlen schützen.

*Einige Auto- und Bürofenster haben eine UV-Schutzbeschichtung, die meisten jedoch nicht. Solange du nicht sicher bist, solltest du also am besten davon ausgehen, dass die Scheiben UVA-Strahlen durchlassen, und dich entsprechend schützen.

Es ist wichtig zu wissen, dass die UVB-Strahlung zwischen 10 und 16 Uhr, in großen Höhen und in Äquatornähe am stärksten ist. UVA-Strahlen sind den ganzen Tag über mit einer ziemlich konstanten Intensität vorhanden, und das überall auf der Welt. Wann immer du Tageslicht sehen kannst, sind UVA-Strahlen vorhanden und schädigen ungeschützte Haut! So etwas wie eine "sichere Menge" an UV-Strahlung gibt es nicht.

Wie wird der LSF berechnet?

Bevor wir erklären, wie der LSF berechnet wird, ist es wichtig, darauf hinzuweisen, dass die Tests zur Bestimmung des LSF nur begrenzt aussagekräftig sind, da sie sich nicht immer auf reale Situationen übertragen lassen. Obwohl die Tests auf der Haut von Menschen durchgeführt werden, sind die Bedingungen kontrolliert, und die Intensität des UV-Lichts ist festgelegt. In der Realität (und wie oben erläutert) schwankt die UVB-Intensität, während die UVA-Intensität konstant bleibt. Die schwankende Intensität des UVB-Lichts wirkt sich darauf aus, wie lange es dauert, bis die Haut bei Verwendung eines Sonnenschutzmittels rot wird (also verbrennt).

Denke daran, dass der Lichtschutzfaktor (LSF) nur angibt, wie viel UVB-Schutz ein Produkt bietet, wenn es großzügig aufgetragen wird. LSF-Angaben können auch irreführend sein, weil der Unterschied im Schutz mit zunehmendem LSF-Wert geringer wird. Du möchtest wissen, was die Angaben auf Sonnencremes bedeuten? Basierend auf regulierten Tests:

  • LSF 15 schützt die Haut vor 93% der UVB-Strahlung
  • LSF 30 blockt fast 97%
  • LSF 50 blockt 98%
  • LSF 100 blockt 99%

Von einer anderen Perspektive aus gesehen:

  • LSF 30 lässt etwa 3% (1/30) der UVB-Strahlen durch
  • LSF 50 lässt nur 2% (1/50) durch

Bei LSF 30 kommen als 50% mehr UVB-Strahlen an deine Haut als bei LSF 50. Für die tägliche Anwendung sind die meisten Menschen mit LSF 30 bis LSF 50 gut beraten. Wenn du weißt, dass deine Haut intensiver Mittagssonne ausgesetzt sein wird, solltest du einen höheren LSF sowie weitere Schutzmaßnahmen wie Hüte und Kleidung mit UV-Schutz in Betracht ziehen.

Aber es gibt auch eine Kehrseite: Ein sehr hoher LSF bedeutet ein erhöhtes Potenzial für eine empfindliche Reaktion. Und wenn mineralische Filter verwendet werden, um einen LSF von weit über 50 zu erzielen, wird die Ästhetik wahrscheinlich beeinträchtigt (hallo, weißlicher Schimmer!). Eine Möglichkeit, dies zu vermeiden, ist die Verwendung einer getönten Sonnencreme mit Eisenoxid, um den weißen Schimmer abzudecken.

Wie lange halten LSF 50, 30 und andere?

Du möchtest wissen, wie lange LSF 15, 30 und 50 schützen? Wir wünschten, es gäbe eine schnelle und einfache Antwort auf diese Frage. Früher dachte man, dass eine einfache Rechnung ausreicht: Wenn man weiß, dass sich die Haut innerhalb von zehn Minuten in der Sonne ohne Sonnenschutz rosa färbt oder dunkler wird, dann würde LSF 15 einen Schutz von 150 Minuten bieten (10 x 15 = 150). Bei LSF 30 wären es 300 Minuten usw.

Auf diese Art wurden LSF-Werte lange erklärt, aber der Wunsch nach Vereinfachung hat sich als Defizit erwiesen. Beim LSF geht es nicht nur um die Dauer, die die Haut dem UV-Licht ausgesetzt ist, sondern vielmehr um die Zeit und die Intensität der UVB-Strahlung, welche wiederum von der geographischen Lage und weiteren Faktoren wie Bewölkung, Breitengrad, Jahreszeit und der Nähe zu reflektierenden Oberflächen wie Wasser und Sand abhängt.

Zusammengefasst: Die Intensität der von der Sonne ausgestrahlten Sonnenenergie bestimmt die Menge, die auf deine Haut einwirkt. Zum Beispiel:

  • 1 Stunde um 9 Uhr
  • 15 Minuten um 13 Uhr
  • 1 Minute um 13 Uhr in größer Höhe bei reflektierender Schneedecke

Obwohl die Zeiträume stark voneinander abweichen, ist deine Haut in allen drei Fällen derselben Intensität von UV-Strahlung ausgesetzt.

Welchen LSF brauche ich?

Bei der Wahl des LSF kommt es zunächst darauf an, wie lange es dauert, bis sich die Farbe deiner Haut verändert (entweder rosa bis rötlich oder bis sich eine Bräune zeigt), wenn sie ohne Sonnenschutz UV-Licht ausgesetzt ist. Wenn du diese Zeitspanne ermittelt hast – möglicherweise musst du schätzen –, multipliziere die Minutenzahl mit dem LSF-Wert, um einen Richtwert für die Zeit zu erhalten, die dich die jeweilige Sonnencreme unter normalen Bedingungen schützt.

Unter "normalen Bedingungen" versteht man hier die Menge und Intensität des UV-Lichts, das üblicherweise auf deine Haut einwirkt. Wenn du weißt, dass deine Haut einer intensiveren und/oder längeren UV-Belastung ausgesetzt ist, musst du einen Sonnenschutz mit einem höheren LSF wählen und öfter nachcremen. Alle UV-Filter zersetzen sich und verlieren mit andauernder Sonneneinstrahlung ihre Wirkung. Durch regelmäßiges Nachcremen wird der Sonnenschutz aufrechterhalten.

Wenn sich deine Haut z.B. normalerweise nach 10 Minuten ungeschützter Sonneneinstrahlung im Juni mittags in deinem Garten verfärbt und du einen Sonnenschutz mit LSF 30 verwendest, bist du fünf Stunden geschützt (10 Minuten x 30 = 300 Minuten). Verfärbt sich deine Haut im Juni um 9 Uhr morgens in deinem Garten normalerweise nach 20 Minuten Sonneneinstrahlung, bietet dir LSF 30 zu diesen Bedingungen 10 Stunden lang Schutz. Das gilt aber nur, wenn du deinen Sonnenschutz großzügig aufgetragen hast, was die meisten Menschen laut Studien nicht tun. Tatsächlich tragen die meisten viel weniger Sonnenschutz auf, als in den Labors zur Bestimmung des Lichtschutzfaktors getestet wird, sodass sie wahrscheinlich nicht den Schutz laut angegebenem LSF erhalten.

Fazit: Wenn du weißt, dass du dich länger als gewöhnlich im Freien aufhalten wirst oder die Sonne in deiner Region intensiver ist, solltest du dich für einen höheren LSF von mindestens 30 entscheiden und alle 2 Stunden nachcremen. Du möchtest mehr darüber wissen, wie oft du Sonnenschutz nachcremen solltest?

Jetzt wo du weißt, wie die Angabe des LSF auf Sonnenschutzmitteln funktioniert, schau dir die wichtigsten Tipps in unseren Artikeln über Sonnenschutz an.

Quellen:

Photodermatology, Photoimmunology, and Photomedicine, September 2020, S. 351-356; und Mai 2020, S. 192-199
Clinics in Plastic Surgery, Band 43, 2016, S. 605-610
Journal of the American Academy of Dermatology, Dezember 2013, S. 867.e1-867.e14
Dermatologic Clinics, Juli 2014, S. 427-438
The Journal of Clinical and Aesthetic Dermatology, Januar 2013, S. 16-24; und September 2012, S. 18-23
Indian Journal of Dermatology, September-Oktober 2012, S. 335-342
Journal of the American Academy of Dermatology, Mai 2008, S. S149.S154

 

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