Was ist Maskne und wie hält man Mundschutz-Akne unter Kontrolle?

Die Hautprobleme, die durch das Tragen von persönlicher Schutzausrüstung (PSA) verursacht werden, sind einzigartig. Obwohl sie hauptsächlich Beschäftigte im Gesundheitswesen betreffen, kann selbst das Tragen einer nicht-medizinischen Alltagsmaske zu übermäßig gereizter Haut, mehr Pickeln, trockener und/oder schuppiger Haut führen (1). Zum Bekämpfen von Hautproblemen im Zusammenhang mit PSA haben wir hier einige Expertentipps zusammengestellt.

Wie Alltagsmasken und PSA die Haut beeinflussen

Eng anliegende Masken können Reibung an den Stellen verursachen, an denen die Maske direkten Kontakt mit der Haut hat. Darüber hinaus schaffen Gesichtsmasken eine geschlossene Umgebung, aus der Schweiß und Salz nicht gut entweichen können und sich auf der Haut ablagern. Dies kann zu Empfindlichkeit, schuppiger Haut oder Pickeln führen. Die Kombination beider Faktoren verschärft die Hautreizung. Wenn du zu Rosazea oder Ekzemen neigst, können diese Symptome sich ebenfalls verschlimmern.

Angesichts dieser Probleme ist es wichtig, eine möglichst milde Hautpflegeroutine zusammenzustellen und alle Produkte aus deiner Routine zu entfernen, die die Probleme verschlimmern könnten, einschließlich:

  • Parfümierte Hautpflege
  • Hautreizende Inhaltsstoffe wie Alkohol (SD oder denaturiert), Menthol, Hamamelis oder ätherische Öle.
  • Grobe Scrub-Peelings oder harte Reinigungsbürsten.

Die Haut auf PSA oder Alltagsmasken vorbereiten

Es ist wichtig, die Hautbarriere zu schützen und zu stärken, wenn du über einen längeren Zeitraum eine Gesichtsmaske trägst.

  • Bereite deine Haut vor, indem du eine schützende Feuchtigkeitscreme auf die Stellen aufträgst, die von der Maske bedeckt werden. Wenn du fettige oder Mischhaut hast oder zu Unreinheiten neigst, nimm stattdessen ein leichtes Serum.
  • Wenn du entlang der äußeren Ränder der Maske mehr Schutz brauchst, trage hier eine zusätzliche Schicht Vaseline auf, um Hautschäden an diesen Stellen vorzubeugen (2).
  • Hautschäden an Druckstellen (z.B. an der Nase) treten häufig beim Tragen von medizinischen Masken wie z.B. N95-Masken auf (3). Ein Streifen Silikongel (üblicherweise zur Reduzierung der Narbenbildung verwendet) kann hier helfen. Lege einen schmalen Streifen wie eine Art Polsterung auf die Haut, um sie vor Reibung zu schützen. Diese Streifen findest du z.B. in der (Online-)Apotheke. (Wenn du im medizinischen Bereich arbeitest, solltest du natürlich zunächst prüfen, ob dies den Sicherheitsrichtlinien entspricht.)

Was sollte man besser vermeiden?

  • Am besten trägst du in den bedeckten Bereichen des Gesichts kein Make-up.
  • Verwende keine Hautpflege mit sehr starken, aktiven Wirkstoffen (hebe diese für den Abend auf; mehr dazu später).
  • Man liest hier und da den Tipp, eine Lage Mull an den Druckpunkten zu verwenden, was wir aufgrund der raueren Textur des Gewebes nicht empfehlen. Dies kann tatsächlich zu mehr "Abrieb" führen.

Hautpflege-Tipps beim Tragen einer Gesichtsmaske

Die folgenden Tipps solltest du während des Tragens von PSA befolgen:

  • Nimm den Mundschutz vorsichtig ab und gib kaltes (aber nicht eiskaltes) Wasser auf deine Haut. Dies trägt zur Kühlung der Haut bei und spült angesammelten Schweiß und Salz weg. Tupfe die Haut sanft ab, aber vermeide aggressives Wischen oder Reiben – das kann Hautprobleme verschlimmern.
  • Trage deine schützende Hautpflege erneut auf, bevor du den Mundschutz wieder aufsetzt.

Hautpflege nach dem Tragen eines Mundschutzes

Wenn du wieder sicher zu Hause bist und deine Maske ablegen kannst, reinige dein Gesicht mit einem Reiniger um angesammeltes Salz, Schweiß und Schmutz zu entfernen. Anschließend geht es in den "Aufbaumodus".

  • Leider gibt es nicht das eine Wundermittel, das alles kann –wir brauchen einen Mix aus feuchtigkeitsspendenden, reparierenden, barrierestärkenden und beruhigenden Inhaltsstoffen. Wenn du nicht sicher bist, wie du eine solche Routine zusammenstellen sollst, findest du die ultimative sanfte Routine am Ende dieses Artikels.
  • Und was tun bei "Maskne" (Pickel an den von der Maske bedeckten Stellen)? Versuche hier besonders regelmäßig, dein Gesicht mit kaltem Wasser zu erfrischen – auch zwischendurch, wenn du die Gesichtsmaske gleich wieder aufsetzt. Verwende abends ein Exfoliant-Peeling mit 2% Salicylsäure.
  • Um besonders empfindliche Haut oder sogar Ausschlag in den Griff zu bekommen, kann es sich lohnen, eine Creme mit Hydrocortison auszuprobieren. Solche Cremes sind in der Apotheke erhältlich und sollten nicht öfter als einmal pro Woche verwendet werden. Wenn möglich, wähle eine Creme, die auch Ceramide enthält. Dies hilft der Haut, Feuchtigkeit zu speichern.

Viele TrägerInnen von PSA fragen sich, ob es ratsam ist, auf Retinol-Produkte zu verzichten. Da Retinol die Haut stärkt, gibt es keinen Grund, die Anwendung einzustellen – es sei denn, deine Haut reagiert nicht gut darauf (4). Auf gereizte oder schuppige Hautpartien solltest du hingegen kein Retinol auftragen.

Dasselbe gilt für andere hochwirksame Inhaltsstoffe (wie Niacinamidin hoher Konzentration, Vitamin C, Bakuchiol, Benzoylperoxid usw.). Du musst nicht komplett auf sie verzichten. Es reicht, sie seltener zu verwenden oder eine Weile auszusetzen, wenn es zeitweilig zu viel für deine Haut ist.

Du hast noch andere Fragen? Hier erfährst du mehr über die richtige Pflege empfindlicher Haut.

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Quellen:
1. Journal of the American Academy of Dermatology, März 2020, S. 1215-1216.
2. Journal of Wound Care, Mai 2020, S. 245-259
3. Ear Nose and Throat Journal, Januar 2020, S. 1
4. Journal of Cosmetic Dermatology, März 2016, S. 49-57

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